Schlitzen und Anfasen sind zwei Schritte bei der Bremsbelagbearbeitung.
Das Nuten wird auch als Einstechen bezeichnet; es bedeutet, mehrere Nuten in eine Oberfläche einzuarbeiten.
Die Reibmaterialseite des Bremsbelags weist je nach Modell unterschiedliche Rillenanzahlen auf. Motorradbremsbeläge haben beispielsweise üblicherweise 2–3 Rillen, während Pkw-Bremsbeläge in der Regel nur eine Rille besitzen.
Das Anfasen ist der Prozess, bei dem Winkel an der Kante des Reibblocks geschnitten werden. Ähnlich wie beim Nutenschneiden gelten auch beim Anfasen unterschiedliche Anforderungen an Schnittwinkel und Dicke.
Aber warum sind diese beiden Schritte notwendig? Tatsächlich ergeben sich daraus folgende Vorteile:
1. Das Rauschen lässt sich durch Ändern der Frequenz des Schwingungspegels reduzieren.
2. Die Schlitze bieten außerdem einen Kanal, durch den Gase und Staub bei hohen Temperaturen abgeführt werden können, wodurch der Rückgang der Bremsleistung wirksam verringert wird.
3. Um Rissbildung zu verhindern und zu reduzieren.
4. Die Bremsbeläge optisch ansprechender gestalten.