Im Werk werden täglich zehntausende Bremsbeläge am Fließband produziert und nach dem Verpacken an Händler und Einzelhändler ausgeliefert. Wie werden Bremsbeläge hergestellt und welche Anlagen kommen dabei zum Einsatz? Dieser Artikel stellt Ihnen die wichtigsten Produktionsschritte für Bremsbeläge im Werk vor:
1. Rohstoffmischung: Bremsbeläge bestehen im Wesentlichen aus Stahlfasern, Mineralwolle, Graphit, Verschleißschutzmittel, Harz und weiteren chemischen Substanzen. Reibungskoeffizient, Verschleißfestigkeit und Geräuschentwicklung werden durch das Mischungsverhältnis dieser Rohstoffe eingestellt. Zunächst wird eine Rezeptur für die Bremsbelagherstellung erstellt. Entsprechend den in der Rezeptur festgelegten Rohstoffverhältnissen werden die verschiedenen Rohstoffe in den Mischer gegeben, um ein homogenes Reibmaterial zu erhalten. Die benötigte Materialmenge pro Bremsbelag ist festgelegt. Um Zeit und Arbeitskosten zu sparen, kann das Reibmaterial mithilfe einer automatischen Waage in Materialbechern abgewogen werden.
2. Kugelstrahlen: Neben den Reibmaterialien ist die Trägerplatte ein weiterer wichtiger Bestandteil des Bremsbelags. Um die Trägerplatte sauber zu halten, müssen Öl- und Rostflecken entfernt werden. Die Kugelstrahlanlage entfernt diese Verunreinigungen effizient, wobei die Reinigungsintensität über die Strahlzeit reguliert werden kann.
3. Klebebehandlung: Um eine feste Verbindung zwischen Trägerplatte und Reibmaterial herzustellen und die Scherkraft des Bremsbelags zu verbessern, kann eine Klebstoffschicht auf die Trägerplatte aufgetragen werden. Dieser Vorgang kann mittels einer automatischen Klebstoffsprühanlage oder einer halbautomatischen Klebstoffauftragsanlage erfolgen.
4. Heißpressverfahren: Nach der Behandlung der Reibmaterialien und der Stahlträger werden diese mittels einer Heißpresse unter hoher Hitze verpresst, um eine engere Verbindung zu erzielen. Das fertige Produkt wird als Bremsbelagrohling bezeichnet. Unterschiedliche Materialzusammensetzungen erfordern unterschiedliche Press- und Entlüftungszeiten.
5. Wärmebehandlung: Um das Bremsbelagmaterial stabiler und hitzebeständiger zu machen, wird es im Ofen erhitzt. Dazu wird der Bremsbelag in eine spezielle Form gelegt und anschließend in den Ofen gegeben. Nach einer Wärmebehandlungszeit von über 6 Stunden kann der Rohbremsbelag weiterverarbeitet werden. Auch bei diesem Schritt sind die Anforderungen der Wärmebehandlungsformel zu beachten.
6. Schleifen, Nuten und Anfasen: Die Oberfläche des Bremsbelags weist nach der Wärmebehandlung noch viele Grate auf und muss daher poliert und geschliffen werden, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Viele Bremsbeläge müssen zudem genutet und angefast werden; diese Arbeiten können mit einer Multifunktionsschleifmaschine durchgeführt werden.
7. Sprühverfahren: Um Rostbildung an Eisenwerkstoffen zu vermeiden und ein ansprechendes Aussehen zu erzielen, ist eine Beschichtung der Bremsbelagoberfläche erforderlich. Die automatische Pulverbeschichtungsanlage kann die Bremsbeläge in einer Montagelinie mit Pulver besprühen. Gleichzeitig ist sie mit einem Heizkanal und einer Kühlzone ausgestattet, um sicherzustellen, dass das Pulver nach dem Abkühlen fest an jedem Bremsbelag haftet.
8. Nach dem Besprühen kann die Ausgleichsscheibe auf den Bremsbelag aufgesetzt werden. Eine Nietmaschine löst dieses Problem problemlos. Eine Nietmaschine ist mit einem Bediener ausgestattet, der die Ausgleichsscheibe schnell auf den Bremsbelag nieten kann.
9. Nach Abschluss der oben genannten Prozessschritte ist die Produktion der Bremsbeläge abgeschlossen. Um die Qualität und Leistungsfähigkeit der Bremsbeläge sicherzustellen, müssen diese geprüft werden. Im Allgemeinen werden Scherkraft, Reibverhalten und weitere Kennwerte mithilfe von Prüfgeräten ermittelt. Erst nach bestandener Prüfung gilt der Bremsbelag als qualifiziert.
10. Um die Bremsbeläge mit deutlicheren Modell- und Markenmerkmalen auszustatten, markieren wir üblicherweise das Modell und das Markenlogo mit einer Lasermarkierungsmaschine auf der Trägerplatte und verpacken die Produkte anschließend mit einer automatischen Verpackungslinie.
Das oben Beschriebene ist der grundlegende Herstellungsprozess von Bremsbelägen im Werk. Ausführlichere Schritte werden im folgenden Video erklärt:
Veröffentlichungsdatum: 12. August 2022